Moonwalk
Australian Shepherds

Tagebuch eines Züchters

Ich erstelle diesen Unterpunkt meiner Homepage um euch einen tieferen Einblick in mein  Leben bzw. das Leben eines Züchters zu zeigen.
Höhen und Tiefen, Erfolg und Misserfolg, Gute und Schlechte Zeiten.

Sonntag, 11. November 2018
Heute komme ich mal wieder zu einem neuen Eintrag.
Die Welpen halten mich ordentlich auf Trab und auch die Welpenkäufer möchten jetzt immer mal wieder ihre Welpen besuchen kommen.
Dieses Jahr hatte ich mal wieder großes Glück mit den Menschen für meine Welpen, allesamt einsame Spitze und ich freue mich für jeden einzelnen meiner Welpen, dass sie so schöne Zuhause gefunden haben ♥
Auch mein kleiner Lenny hat ein super Mega tolles zuhause gefunden, seine Familie war mir ultra wichtig, irgendwie hängt man an seinen Sorgenkindern mehr als an den anderen, allerdings habe ich das auch schon von Menschenkindern gehört, daher wundert es mich nicht sonderlich. 
Natürlich bekommen auch alle anderen super schöne zuhause, dass ist mir immer sehr sehr wichtig und nach den vielen Absagen, bin ich mal wieder mehr als zufrieden.
Meistens wenn etwas im Leben nicht klappt, kommt etwas besseres hinterher.
Niemals den Kopf in den Sand stecken, Karma regelt das :D



Montag, 22. Oktober 2018
Für meine Welpeninteressenten habe ich immer eine eigene WhatsApp Gruppe, in dieser halte ich alle auf dem laufenden.
Eigentlich ab dem Zeitpunkt wo ich weiß dass wir sicher Welpen erwarten.
Das hat zwei Gründe, zum einen ist es für mich wesentlich einfacher Updates der Mama und der Welpen zu geben, während ich diese versoge, zum anderen lerne ich die Menschen die evtl. einen meiner Welpen bekommen, schon frühzeitig kennen, was mir persönlich sehr, sehr wichtig ist.

Ich weiß ehrlich gesagt manchmal nicht was sich Welpeninterssenten so denken.
Es ist für mich, immer ein großer Vertrauensbeweis, wenn jemand einen meiner Welpen mit nach Hause nimmt.
Ich vertraue diesem Menschen oder dieser Familie ein Stück meines Herzens an und das ist kein Züchter Wischi Waschi, das ist FAKT.

Sehr viel Zeit, Liebe und Engangement fließt in meine Zucht und ich liebe jeden einzelnen Welpen so wie jeden meiner erwachsenen Hunde.
Man kämpft teilweise Wochen um ein junges Leben und ist dann immer sehr glücklich, wenn die Aufzucht geklappt hat, aber auch am Boden zerstört, wenn man ein Leben verliert.
Nun redet man stundenlang am Telefon mit einem Welpeninteressenten, man beantwortet alle Fragen, die man schon zum 1.000sten mal gehört hat, wofür der Mensch am anderen Ende der Leitung natürlich nichts kann, mit viel Ruhe und Verständnis und wenn dann der Tag gekommen ist und man sagt: "So, wir können nun Termine zum Welpen anschauen machen".
Haben sich mind. 80% bereits wo anders einen anderen Welpen geholt, oder sich umentschieden oder die Wohnsituation lässt es nicht zu, worüber ich mir eigentlich vorher Gedanken machen sollte.

Die wochenlange Arbeit und die Zeit die man investiert hat, sind weg. Versteht mich nicht falsch, es ist mir lieber sie springen vorher ab, als dass sie nach 2 Wochen auf der Matte stehen und den Welpen wieder zurück bringen, aber was ist aus den Menschen geworden auf die man sich verlassen kann?
Was ist aus den Menschen geworden denen es wichtig ist, dass ein Züchter das alles für seine Welpen tut?
Denen es auch wichtig ist den Züchter kennen zu lernen und sich nicht nur von süßen Welpen blenden zu lassen?

Zum Glück gibt es diese ein oder andere Ausnahme, die wirklich noch monatelang auf  "DIESEN EINEN"  Welpen warten, mit denen man
schon genausolange in Kontakt steht und bei dem man ein ganz warmes Gefühl im Bauch bekommt, wenn dieser "SEINEN" Welpen dann
abholen kommt ♥

Das ist es was mich weiter machen lässt, diese Menschen und diese Momente!